Sonntag, 16. April 2017


Rezension zu
„Meine geniale Freundin“
von
Elena Ferrante





Beschreibung:

Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und sind doch unzertrennlich, Lila und Elena, schon als junge Mädchen beste Freundinnen. Und sie werden es ihr ganzes Leben lang bleiben, über sechs Jahrzehnte hinweg, bis die eine spurlos verschwindet und die andere auf alles Gemeinsame zurückblickt, um hinter das Rätsel dieses Verschwindens zu kommen.
Im Neapel der fünfziger Jahre wachsen sie auf, in einem armen, überbordenden, volkstümlichen Viertel, derbes Fluchen auf den Straßen, Familien, die sich seit Generationen befehden, das Silvesterfeuerwerk artet in eine Schießerei aus. Hier gehen sie in die Schule, die unangepasste, draufgängerische Schustertochter Lila und die schüchterne, beflissene Elena, Tochter eines Pförtners, beide darum wetteifernd, besser zu sein als die andere. Bis Lilas Vater seine noch junge Tochter zwingt, dauerhaft in der Schusterei mitzuarbeiten, und Elena mit dem bohrenden Verdacht zurückbleibt, eine Gelegenheit zu nutzen, die eigentlich ihrer Freundin zugestanden hätte.
Ihre Wege trennen sich, die eine geht fort und studiert und wird Schriftstellerin, die andere wird Neapel nie verlassen, und trotzdem bleiben Elena und Lila sich nahe, sie begleiten einander durch erste Liebesaffären, Ehen, die Erfahrung von Mutterschaft, durch Jahre der Arbeit und Episoden politischer Bewusstwerdung, zwei eigensinnige, unnachgiebige Frauen, die sich nicht zuletzt gegen die Zumutungen einer brutalen, von Männern beherrschten Welt behaupten müssen.
Sie bleiben einander nahe, aber es ist stets eine zwiespältige Nähe: aus Befremden und Zuneigung, aus Rivalität und Innigkeit, aus Missgunst und etwas, das größer und stiller ist als Lieben. Liegt hier das Geheimnis von Lilas Verschwinden?

Quelle: Suhrkamp Verlag

Dieses Buch habe ich für meine Freundin gelesen, die sich dafür interessiert. Die Familie meiner Freundin stammt aus Neapel, und das macht dann sehr neugierig. Insbesondere da es auch sehr gut rezensiert wurde.

Die Geschichte hat mich gut unterhalten, denn Elena Ferrante schafft mit Ihren Worten fast ein visuelles Bild von dem Milieu, dem Stadtteil, in dem die beiden Hauptprotagonisten aufwachsen und Ihre Freundschaft entsteht. Es ist das Italien, wie ich es mir auch vorstelle, mit Wäscheleinen die über Straßen hängen, Mamas die in den Fenstern das Treiben der Nachbarn beobachten. 

Jetzt denken bestimmt einige Männer, dies sei ein reines Frauenbuch, ist es aber definitiv nicht, das Geschlecht der Hauptprotagonisten spielt für das Lesevergnügen keine Rolle, außer natürlich bei wenigen Details. Man hätte diese Geschichte auch mit männlichen Freunden schreiben können, und sie wäre sicher nicht schlechter geworden.

Der Erzählstil lies mich entspannt in eine andere Welt tauchen, die ich gerne gespannt beobachtete. Das Buch ist in einer sehr einfachen Sprache verfasst und lies mich in keinen Moment das Gefühl haben, es würde langatmig werden. 

Nur habe ich mich jetzt gefragt, ob ich die Fortsetzungen lesen werde, von diesem ersten Teil, der wohl 4 teiligen Saga, und denke nicht. Das liegt nicht an der Qualität des Buches, sondern viel mehr daran, dass mir die Entwicklung bis zur Hochzeit Lila’s genügt. Außerdem bin ich kein wirklicher Leser von Buchreihen, dazu müsste mich wirklich eine Sucht packen, die hier aber nicht zustande gekommen ist.

Insgesamt hat das Buch mir gefallen, weshalb ich auch gerne 4 Sterne gebe.


Euer Weltenwandler

Donnerstag, 6. April 2017

Rezension zu
»Leichenspiele«
Von Bernhard Aichner




Erschienen: 13.06.2016
Verlag: btb

Beschreibung: Die Dorfidylle trügt: Totengräber Max Broll und sein bester Freund, der ehemalige Fußballstar Johann Baroni erhalten ein unmoralisches Angebot. Man bietet den beiden viel Geld – wenn sie dafür eine Leiche vom Friedhof verschwinden lassen. Da Baroni vor dem finanziellen Ruin steht, lassen sie sich darauf ein. Die beiden geraten auf immer dunklere Abwege, als wenig später zwei weitere Leichen vor Baronis Tür liegen. Nicht nur die beiden Freunde, sondern auch die Polizei fragen sich, woher die unbekannten Toten kommen und warum ihnen mehrere Organe fehlen.

Max Broll und sein Kumpel Baroni bringen wieder einmal das Dorf zum Leben, mit ihren Sauforgien und schrägen Ideen. Besonders die Handlungen, die aus diesen Exessen entstehen, führen zu katastrophalen Situationen. Schräger und durchgeknallter als die beiden kann man kaum seinn, wenn man erpresst wird. Da wird Gunther von Hagen und dessen Ausstellungen, zum Vorbild für die beiden, nur das sie ihre »Kunst« im Supermarkt zelebrieren und nicht im Museum. Da stellt sich eine Kuh ihnen in den Weg, und zeigt den beiden, wie beschissen sie die Idee findet, sich von den beiden wegschieben zu lassen. Und modisch haben die beiden auch ihre ganz eigenen Ansichten.

Dabei kommt die Spannung nie zu kurz, gerade weil man sich beim Lesen fragt, in welchen Mist sich die beiden wieder bringen und wie sie mit ihrer einzigartigen Art und Weise, den Fall lösen.

Ihr dürft euch auf einen hoch amüsanten Krimi freuen, den Bernhard Aichner da wieder fabriziert hat. Vielleicht sollte man Bernhard manchmal auch die Schnapsrationen kürzen, denn so ein Krimi schreibt man doch nur im Vollrausch, daher wohl auch seine Handschrift.

Zum Schreibstil muss ich nicht viel schreiben, der ist typisch Bernhard Aichner, und oft beschrieben in meinen anderen Rezensionen zu Bernhard Aichner’s Büchern.

Bernhard Aichner schafft es immer wieder, mich zu unterhalten, und ich freue mich schon auf das nächste Buch der Broll-Reihe, welches hier in meinem neuen Lesezimmer, bereit liegt.

Ich weiss es klingt langweilig aber es ist nun mal so:

5 verdiente Sterne

Liebe Grüße

Euer Weltenwandler


Rezension zu

"Tomatenrot" von Daniel Woodrell

                                        




Erscheinungsdatum: 25.01.2016
Verlag: liebeskind


Beschreibung:

Sammy Barlach ist ein Verlierer, der sich mehr schlecht als recht durchs Leben schlägt. Eigentlich will er nur irgendwo dazugehören – und stolpert so zielsicher ins Verderben. Bei einem Einbruch in eine Villa trifft er auf zwei andere, ebenso planlose Wohlstandsplünderer: die neunzehnjährige Jamalee mit ihren kurzen, tomatenroten Haaren und ihren bildschönen jüngeren Bruder Jason. Endlich hat Sammy, was er immer gesucht hat: Familienanschluss – und ein bisschen mehr. Mit der Mutter der beiden, Bev, die sich ihren Unterhalt als Escortdame und gelegentlich als Polizeispitzel verdient, beginnt er eine Affäre, aber auch von Jamalee kann er die Augen nicht lassen. Doch die hat andere Pläne und will hoch hinaus, zumindest raus aus dem Sumpf von Venus Holler. Aus der Tatsache, dass die Hälfte aller Frauen der Stadt hinter Jason her ist, will sie Profit schlagen. Doch dann wird eines Morgens Jasons Leiche gefunden, und erst jetzt offenbart sich, wie tief dieser Sumpf wirklich ist.

Quelle: liebeskind Verlag


Wer jetzt einen klassischen Krimi erwartet hat, mit klaren Ermittler, Opfer und Täter, wird eine Überraschung erleben. Daniel Woodrell macht diesen Krimi zu einem Spiegel der heutigen Gesellschaftsschichten. In der Geschichte sah ich alles das, was ich sonst auch im wahren Leben wahrnehme, wie es um uns steht. Er schreibt, wie es ist, dass man schnell abrutschen kann, schwer aufsteigen, aber wir alle immer unsere Träume und Hoffnungen nie verlieren, ob wir es zugeben oder nicht. Der Autor übertreibt an keiner Stelle, alles wirkt realistisch und könnte so jeden Tag passieren.

Woodrell’s Umgang mit der Sprache und seine Erzählweise haben mich sehr beeindruckt und ich habe es sehr genossen. Er ist sehr kreativ in der Wort-und Satzfindung für Szenen. Hier schreibt er Vergleiche, um Ereignisse zu beschreiben, die an Originalität seines Gleichen suchen, die mir so bei anderen Autoren sonst nie aufgefallen sind (Was nicht bedeutet, dass es diese nicht gab!). Da rast ein Zug mit einer solchen Geschwindigkeit, wie ein Erdrutsch auf dem Weg zum Rendezvous mit der Flut, klasse!

Auch sonst war das Buch sehr gut zu lesen, da Daniel Woodrell auf komplizierte Satzstellung oder Fremdwörter verzichtet, er fesselt uns Leser mit seinem Stil.

Doch eines hat mir nicht gefallen, und das ist die Geschichte selbst, da muss ich dem Autor leider Punkte abziehen, denn diese wirkte auf mich nicht wirklich sehr spannend, was ich auch bei einem Roman erwarte, gerade von einem Meister des »Crime-Noir«.

Also wenn ihr in toller Sprache erzählte Geschichten mögt, dann kauft es euch, erwartet ihr aber Spannung hoch drei, dann lasst die Finger davon.


Ich gebe hier gerne 4 Sterne


Euer Weltenwandler

Dienstag, 4. April 2017

Rezension zu 
»Das geheime Leben des Monsieur Pick«







Autor: David Foenkinos
Verlag: DVA
Erscheinungsdatum: 13.03.2017

Klappentext auf der Coverrückseite:

Ein windumtostest Dorf in der Bretagne, in dem alles so ist, wie es schon immer war. Bis eines Tages eine junge Frau in der Gemeindebücherei ein Manuskript entdeckt, das selbst im fernen Paris für Aufregung sorgt und das Leben vieler Menschen verändert. Ein alter Bibliothekar und seine große Liebe, eine Dessousladenbesitzerin, die vom Glück überrascht wird, und ein misstrauischer Kritiker - all ihre Geschichten verweben sich durch den rätselhaften Roman eines Monsieur Pick...

Das Buch begann stark mit sehr gutem Humor, ich war begeistert, es schien meine Erwartungen, zu übertreffen. Leider ging es dann Berg ab, denn nach dem Fund des Manuskriptes, verliert sich die Handlung fast nur noch in Beziehungsdramen, die aus der Entdeckung resultieren. Da hätte David Foenkinos kreativer sein können. Doch als ich mich über den Autor informierte, den ich zuvor nie gelesen hatte, wurde mir einiges klar. Liebesromane etc, scheinen halt sein Ding zu sein. Nur weckte der Klappentext auf dem Buch ganz andere Vorstellungen in mir.

Dazu kommt, das diese Beziehungsgeschichten dann auch noch sehr eintönig und klischeehaft wirken. Als hätte der Autor sich von Blättchen wie »Die Bunte« oder »Gala« etc inspirieren lassen. In dem einen Drama geht es um Geld, im nächsten um die Wiederentdeckung der Jugend in sich und Abenteuer oder als drittes im Bunde, um Probleme wegen der Karriereziele eines Paares. Dafür hätte es die Entdeckung des Buches des Monsieur Pick, nicht unbedingt gebraucht. 

Störend empfand ich auch, die billige, Beschreibungen der Szenen, wenn es zu sexuellen Handlungen kommt, ich empfand das nicht als erotisch, sondern nur ekelig, und ich bin sicher kein Mensch, der ein Problem mit dem Thema hat. Nur die Worte, die verwendet werden, sind hier nicht gut gewählt. Die Szenen waren schlicht überflüssig.

Der Schreibstil ist sehr leicht zu lesen und David Foenkinos kann sehr lustig sein, leider war es in diesem Buch nur eine richtig gute Passage. Dieser Stil war dann letztendlich der Grund, warum ich das Buch überhaupt beendet habe, denn nach dem Anfang, wurde es mir zu langweilig. Der Spannungsbogen war so dünn wie ein Spinnenfaden.

Am Schluss geht der Autor dann doch noch mal näher auf die Ereignisse ein, die direkt mit dem ominösen Buch zu tun haben, aber das hat es leider nicht mehr gerettet.
Fazit: Dieses Buch hat mich enttäuscht, was nicht bedeutet, dass es für bestimmte Leser kein Genuss sein könnte. Es ist eben eine sehr leichte Lektüre, wenn man nicht viel denken will. Vielleicht ist es auch mehr ein Frauenbuch und ich als Mann kann damit einfach nichts anfangen.

Eine klare Kaufempfehlung kann ich guten Gewissens nicht aussprechen.
Für das Cover und für den Humor den Foenkinos zustande bringt gibt es:

2 Sterne

Aber das war es dann auch schon.
Sehr schade.

Liebe Grüße


Euer Weltenwandler

Samstag, 1. April 2017

Rezension zu
"Ein wenig Leben"




Autor: Hanya Yanagihara
Verlag: Hanser
Erscheinungsdatum:10.03.2017


Dieses Buch, wurde mir von einer Mitarbeiterin meiner Buchhandlung empfohlen und fand sofort mein Interesse.

Nur das mir eine solch intensive Leseerfahrung bevorstand, hatte ich wirklich nicht erwartet.

Hanya Yanagihara hat sehr ausführlich und detailreich Einblick in das Leben und die Sicht der 4 Freunde gegeben. Das führte dazu das ich mich umso intensiver in die Protagonisten hineinversetzen konnte.Dies führte dazu, besonders bei Jude der Hauptperson, das meine Gefühle extrem strapaziert wurden. Es waren Grenzen des erträglichen erreicht, und nicht nur an einer Stelle kamen mir die Tränen und ich musste das Buch erst mal zur Seite legen. Ich denke wegen der zwischenzeitlichen Höhen, wirkten die Tiefen noch stärker. Wegen der Thematik Jude betreffend und dem Verlauf seiner Geschichte im Buch, bin ich fast geneigt zu sagen, das dies Buch eine Altersbeschränkung braucht. Man sollte geistig gefestigt sein für diese Leseerfahrung, sonst kann die Geschichte einen emotional fertig machen. Als ich fertig mit dem Buch war, dauerte es Tage bis ich es einigermaßen verarbeitet hatte.

Dies alles bedeutet, dieses Buch ist einer meiner besten Leseerfahrungen, die je gemacht habe.

Hanya Yanagihara ist eine sehr gute Autorin, die sich Zeit für diese Geschichte genommen hat als wäre sie es dem Leser schuldig, gerade bei diesem sensiblen Thema des Buches, ihm das Ausmaß von Judes Erfahrungen spürbar zu machen.

Wer dieses Buch als langatmig empfindet, versteht meiner Meinung den Sinn nicht der hinter einen gut ausgearbeiteten Geschichte nicht oder ist vielleicht nur Mainstream Bücher gewöhnt.

Den Schreib- und Erzählstil von Hanya Yanagihara finde ich persönlich grossartig, und ich finde es schade, das sie jetzt erst mal wieder auf ihre journalistische Arbeit konzentriert. Ein weiteres Buch von ihr würde ich blind kaufen. Die leichte Sprache, die ohne viel Fremdwörtern auskommt, und nicht versucht hochintellektuell zu beeindrucken, schafft es trotzdem zu fesseln und den Leser sehr intensiv zu berühren.

Ich gebe den Buch 5 Sterne, und eine klare Kaufempfehlung

Liebe Grüße

Donnerstag, 16. März 2017

Unpacking a Book

Hier die Auflösung, folgendes Buch brachte mir der Postbote gestern.
Wird zwar dauern, wegen des aktuellen Schinken , bis ich es lese und rezensiere,
aber bin sehr gespannt ;)


Das geheime Leben des Monsieur PickRoman



Über das Glück, vom Leben überrascht zu werden ...

Im bretonischen Finistère, am wind- und wellenumtosten »Ende der Welt«, gibt es eine ganz besondere Bibliothek. Sie sammelt Bücher, die nie erscheinen durften. Eines Tages entdeckt dort eine junge Pariser Lektorin ein Meisterwerk, und der Roman wird zum Bestseller. Der Autor, Henri Pick, war der Pizzabäcker des Ortes. Seine Witwe beteuert, er habe zeit seines Lebens kein einziges Buch gelesen und nie etwas anderes zu Papier gebracht als die Einkaufslisten – ob er ein geheimes Zweitleben führte? Diese verrückte Geschichte spornt viele Menschen an, selbst Neues zu wagen: Paare trennen sich, Liebende finden unerwartet zueinander, und so manche Gewissheit wird auf den Kopf gestellt.

Ein französisch-charmanter Roman über die Liebe, verlorene Träume und den Mut, sein Leben in die Hand zu nehmen. Leicht, beschwingt und voller Witz.

Quelle: Verlag DVA Belletristik 


Der Autor: 

David Foenkinos, 1974 geboren, lebt als Schriftsteller und Drehbuchautor in Paris. Seit 2002 veröffentlicht er Romane, darunter den Millionenbestseller „Nathalie küsst“, der auch als Film mit Audrey Tautou das Publikum begeisterte. Seine Bücher werden in rund vierzig Sprachen übersetzt. Der vielfach ausgezeichnete Roman „Charlotte“ hat sich allein in Frankreich rund eine halbe Million Mal verkauft, wurde auch in Deutschland zum Bestseller und wird derzeit verfilmt. "Das geheime Leben des Monsieur Pick" war in Frankreich monatelang auf der Bestsellerliste.


Dienstag, 14. März 2017

Neuerwerb

Gestern war ich auch noch in meiner Stamm-Buchhandlung, 
denn Maurizio de Giovanni gehört jetzt zu meinen Favoriten im Krimigenre, da musste der zweite Band der Lojacono-Reihe her.

Beschreibung des Buches findet ihr unter dem Foto.






Maurizio de Giovanni

Die Gauner von Pizzofalcone


Lojacono ermittelt in Neapel Lojacono ermittelt in Neapel


Der Shootingstar der italienischen Krimiszene legt den zweiten Band um Inspektor Lojacono vor.

Im besten Viertel Neapels wird eine Notarsgattin tot aufgefunden. Die Dame sammelte leidenschaftlich Schneekugeln - ausgerechnet eins ihrer Sammlerstücke musste als Tatwaffe herhalten. Nichts deutet auf ein gewaltsames Eindringen hin. War der Mörder ein Bekannter?

Inspektor Lojacono wurde gerade mit ein paar anderen Polizisten in ein neues Kommissariat versetzt: Pizzofalcone. Sie müssen die alte Besetzung ablösen, die in ein skandalöses Drogendelikt verwickelt war. Mit diesem schlechten Ruf schlagen sich die neuen Beamten nun herum und werden spaßeshalber nur «die Gauner von Pizzofalcone» genannt. Doch während der Regen durch Neapels Straßen peitscht, will bei Inspektor Lojacono so gar keine heitere Stimmung aufkommen ..


Erscheinungstermin 26.08.2016



Der Autor

Maurizio de Giovanni


Maurizio de Giovanni
© Mario Spada

Maurizio de Giovanni wurde 1958 in Neapel geboren, wo er auch heute noch lebt. Er studierte Literatur und hat lange Zeit als Banker gerarbeitet. «Das Krokodil», der erste Fall in der Serie um Inspektor Lojacono, wurde 2012 mit dem wichtigsten Preis für italienische Kriminalromane, dem Premio Scerbanenco, ausgezeichnet. "Frost in Neapel" ist der vierte Fall um Lojacono und seine Kollegen von Pizzofalcone. Maurizio de Giovanni ist einer der erfolgreichsten lebenden Krimiautoren Italiens. Seine Bücher werden in zahlreiche Länder verkauft, unter anderem nach Frankreich, England und in die USA.




Quelle: Rowohlt Verlag



"So dürfte gerne jeder meiner Arbeitstage verlaufen!"

Gestern Abend war wieder toller Besuch in dem Restaurant, wo ich meine Brötchen verdiene.
Bastei Lübbe brachte Shari Lapena mit, die im Rahmen der lit.COLOGNE in Köln zu Besuch ist.
Am 15.03.2017 wird sie ihr Buch "THE COUPLE NEXT DOOR" vorstellen.
Hier der Link zur Veranstaltung: https://www.lit-cologne.de/programm/litcologne/shari-lapena-und-claudia-michelsen-wie-gut-kennen-sie-ihre-nachbarn/5bd5cf46de587e589c142527e205bcb3/

Ich habe die Gruppe gestern Abend auch bedienen dürfen und feststellen können, das Shari Lapena 
eine sehr nette und liebe Person ist. Sie war mir auf Anhieb sehr sympathisch. Ein Grund, weshalb ich ihr Buch auf jeden Fall noch lesen und rezensiere werde. Der Verlag überreichte mir, freundlicherweise, die drei Bücher die auf dem Foto zu sehen sind, plus die Krimiwelt-Kaffeetasse,
Krimiwelt-Magnete und den Krimiwelt-Schlüsselanhänger.

Die Beschreibungen zu den Büchern könnt ihr unten lesen.

Ich danke Bastei Lübbe für die mir zur Verfügung gestellten Büchern
und Shari Lapena für eine schöne Begegnung.






CLARE MACKINTOSH (AUTOR)

ALLEINE BIST DU NIE

PSYCHOTHRILLER
Zoe Walker führt ein komplett durchschnittliches Leben in einem Londoner Vorort: Sie ist geschieden, hat zwei Kinder und einen langweiligen Job. Eines Tages entdeckt sie auf dem sonst so ereignislosen Heimweg ein Foto von sich in der U-Bahn, daneben eine ihr unbekannte Telefonnummer. Bloß eine harmlose Verwechslung? Zoe ahnt, dass es hier um mehr gehen muss. Doch noch weiß sie nicht, in welcher Gefahr sie schwebt – und wie bald sie alles zu verlieren droht, was sie liebt …
Verlag: Bastei Lübbe
Genre: THRILLER
447 SEITEN
ERSTERSCHEINUNG: 13.01.2017

THE COUPLE NEXT DOOR

THRILLER
ÜBERSETZT VON RAINER SCHUMACHER  
Deine Nachbarin möchte nicht, dass du dein Baby zur Dinnerparty mitbringst. Dein Ehemann sagt, das sei schon in Ordnung. Ihr wohnt ja gleich nebenan. Außerdem habt ihr ein Babyfon und könnt abwechselnd nach der Kleinen sehen. Deine Tochter schläft, als du das letzte Mal nach ihr siehst. Doch jetzt herrscht Totenstille im Haus. Du rennst ins Kinderzimmer – und dein schlimmster Alptraum wird wahr: Die Wiege ist leer. 
Es bleibt nur eins: die Polizei zu rufen – doch wer weiß, was sie finden wird …

Verlag: BASTEI LÜBBE
Genre: THRILLER
350 SEITEN
ERSTERSCHEINUNG: 16.03.2017



DAS MÄDCHEN IM DUNKELN

PSYCHOTHRILLER
ÜBERSETZT VON ANKE ANGELA GRUBE  

SEINE FREUNDE SOLLTE MAN SICH GUT AUSSUCHEN – SEINE FEINDE NOCH BESSER …
Als Karen Brown ihre neue Patientin zum ersten Mal sieht, hält sie Jessica für einen psychologischen Routinefall: eine gelangweilte Frau, die ihren tristen Alltag mit einer heimlichen Affäre aufpeppt. Doch schon nach ihrem ersten Gespräch hat Karen das Gefühl, dass Jessica geradezu besessen ist von der Ehefrau ihres Liebhabers. Als wenig später die Leiche jener Frau gefunden wird, steht die Polizei vor Karens Tür. Sie gilt als dringend mordverdächtig. Karen ahnt, dass Jessica sie nicht zufällig ausgewählt hat – und dass es ein großer Fehler war, Jessica zu unterschätzen …

Verlag: BASTEI LÜBBE
Genre: THRILLER
431 SEITEN
ERSTERSCHEINUNG: 16.02.2017

Quellen: https://www.luebbe.de (Verlag Bastei Lübbe)

Mittwoch, 8. März 2017

Rezension zu »Das Krokodil« von Maurizio de Giovanni

Klappentext des Buches: 



Sie nennen ihn das Krokodil. Er ist die perfekte Mordmaschine. Aber warum weint er, wenn er tötet?
Ein junger Mensch wird tot aufgefunden, kaltgemacht durch einen Schuss aus nächster Nähe. Den Täter nennt die Presse nur «das Krokodil». Weil er am Tatort ein Taschentuch mit Tränenflüssigkeit hinterlässt. Weint er Krokodilstränen um sein Opfer? Und weil er, wie das gleichnamige Raubtier, eine perfekte Mordmaschine ist. 
Inspektor Lojacono wurde von Sizilien nach Neapel strafversetzt. Jetzt sitzt er in einem tristen Polizeibüro und dreht Däumchen. Bis die schöne Staatsanwältin Laura Piras sein Talent erkennt und ihn mit dem Fall betraut. 
Und so treffen sie in einem morbiden Neapel aufeinander: Der Inspektor und der Killer. Ein neues Kapitel des ewigen Kampfes zwischen Gut und Böse hat begonnen. 

Wenn ihr jetzt denkt, es würde nur einen Mord geben in dem Buch, dann täuscht ihr euch. Der Killer macht weiter und Lojacono gerät unter Zeitdruck, um dem Killer die Möglichkeit zur nächsten Tat zu nehmen. 

Dieser Krimi zeichnet sich durch absolute Konzentration auf das Wesentliche aus. Der Leser wird nah an den Fall gebracht und auch an die Sicht von Ermittlern, Opfer und Täter. Das Private Leben der Ermittler wird hier zwar auch angeschnitten, überlagert aber nicht das Hauptgeschehen. Das ist mir persönlich halt immer wichtig.

Maurizio de Giovanni schreibt sehr klar und einfach. Mir gefällt sehr gut, dass er seinen Protagonisten keine »Superkräfte« gibt und auch ohne »special Effects« auskommt, im Gegensatz zu vielen anderen Autoren, die das selten gut hinbekommen. 

Neapel’s Atmosphäre und die dort lebenden Menschen werden so beschrieben, das der Leser es sich sehr gut vorstellen kann, man kann es sogar fühlen. Die Zeichnung der Protagonisten ist ausführlich genug, um der Handlung zu genügen, aber auch nicht zu lang, der Krimi läuft nicht Gefahr langatmig zu werden. 

Der Verlauf des Falles ist absolut nachvollziehbar und wirkt nicht krampfartig konstruiert. Sehr interessant ist auch, wie die Worte des Täters dargestellt werden, wenn er mit seinem »Liebes« kommuniziert (hier will ich aber nicht zuviel verraten).
Die Motive aller Protagonisten sind absolut menschlich, man kann es verstehen, auch wenn die daraus folgenden Taten natürlich nicht immer richtig sind.

Auch wenn der Autor ohne viel Blut auskommt, ist es im Gesamten doch grausam und schockierend, was der Killer da in Neapel anstellt, Maurizio de Giovanni weiss wie er Leser an den Gefühlen packt und schockiert zurücklässt nach diesem, auch düsteren mit Melancholie behafteten, Krimi.

Diesen Krimi empfehle ich natürlich als erstes allen Krimi-Fans, da er ein Paradestück für dieses Genre darstellt, meiner Meinung nach. Mich hat er so überzeugt, das ich diese Woche noch in der Buchhandlung meines Vertrauens, den zweiten Fall dieser noch recht jungen Reihe kaufen werde.

Die Bewertung dieses Krimi’s fällt mir nicht schwer, nach so viel Lesespaß:

5 satte Sterne

Wünsche euch das ihr dieses Buch auch lesen werdet.

Liebe Grüße


Euer Weltenwandler

Dienstag, 7. März 2017

Rezension zu "Totenrausch" von Bernhard Aichner



Titel: Totenrausch
Autor: Bernhard Aichner
Erscheinungsdatum: Januar 2017

Lange musste ich warten bis ich den 3. Teil der Blum-Trilogie endlich in den Händen halten durfte. Und als ich das Buch dann endlich erhielt, war es auch zu schnell ausgelesen.
In diesem letzten Teil der Trilogie ist Blum mit ihren Kindern auf der Flucht wegen der der von ihr begangenen Morde. Sie möchte vor allem für ihren Kindern ein sicheres Zuhause finden. Ihr erstes Ziel die norwegischen Lofoten entpuppen sich schnell als keine gute Wahl, weshalb sich Blum dazu entschließt mit den Kindern nach Hamburg zu reisen, um dort ihr Glück zu finden.
Aufgrund ihrer beschränkten Geldmittel kein leichtes Unterfangen. In Hamburg kommt sie dann in Kontakt mit dem Rotlichtmilieu, durch welches sie hofft, neue gefälschte Papiere zu erhalten. Dabei gerät sie an den Zuhälter Schiele, dem sie aus Verzweiflung anbietet, für diesen jemanden zu töten wenn dieser Papiere für Blum und die Kinder organisiert. Damit gerät sie in die in einen Strudel von Konflikten mit sich selbst und den Zuhälter Schiele.

Um aus dieser ganzen Situation wieder heraus zu kommen, muss Blum all ihre Kreativität aufbringen, denn mit Schiele ist nicht zu spaßen, er ist zu mächtig als einer der Großen auf dem Kiez. Ob das alles zu einem Happy End kommt, müsst ihr selber herausfinden.

Zu Bernhard Aichner’s Sprach- und Schreibstil muss ich nichts mehr schreiben, dass habe ich wiederholt in den Rezensionen der ersten beiden Bücher getan.
Er ist wie immer rasant, dramatisch und konsequent was das betrifft.

Es war wieder mal durchweg spannend und finde die Geschichte als Abschluss der
Trilogie sehr gelungen.Hier kommen alle Facetten von Blum, wie wir sie kennen, zum Vorschein, von gefühlvoll bis eiskalt. Und man erfährt, zu was eine liebende Mutter fähig sein kann, um ihre Kinder zu schützen. Ich konnte es sehr gut nachempfinden. Auch den Hass auf so Typen wie den Zuhälter Schiele oder seiner Untergebenen, konnte ich in mir fühlen. Es ist schon verrückt, was man bei einem Buch empfinden kann, wenn es gut geschrieben ist, da hat man Sympathie mit einer Mörderin, auch wenn ihre Motive in der Vergangenheit fast ehrbar waren, ist es doch schließlich ein Verbrechen. Das ist wohl der Helden-Effekt, den man in so manchen Filmen hat, wenn dieser »schlechte« Menschen killt.

Diese Trilogie im Gesamten kann ich sehr empfehlen, gerade wenn man auf das Gefühlsleben von Protagonisten und aber auch Thrill steht. Rundrum beste

Unterhaltung, ohne schwer zu wirken.

Totenrausch bekommt selbstverständlich 5 Sterne

Denn Ende gut, alles gut! :)



PS: Freue mich schon auf den nächsten Titel von Bernhard Aichner. Es wird sein erster Einzeltitel, ein Thriller wieder ;)