Mittwoch, 30. März 2016

Rezension zu Renee Knight's "Deadline"

Erscheinungsjahr: 2015
Seitenanzahl:347

Cover: Sehr schön gestaltet, den Titel in Schrift fast 3D zu gestalten, als wäre er in Sand geschrieben, und das die Oberfläche des gesamten Strandbereich auf dem Cover sich sandig anfühlt , passt zum Inhalt des Buches.

Genre: "Psychologischer Spannungsroman"

Das ist wohl ein neues Genre, welches sich der Goldmann Verlag ausgedacht hat, das mich sofort neugierig machte. Was würde mich erwarten. Ich freute mich sehr auf das Buch. Der Klappentext verspricht ein Buch das es in sich hat, mit viel Spannung und eigentlich dem Klappentext eines Psycho-Thrillers in nichts nachsteht.

Mich würde da ein zweiter "Psychologischer Spannungsroman" interessieren, um Vergleiche ziehen zu können,und ich fragte in der Buchhandlung danach, dort war dem Fachpersonal das neue Genre gar nicht aufgefallen, und man konnte mir leider nicht weiterhelfen, vielleicht gibt es ja auch noch kein anderes Buch in dem Genre. Aber da bleibe ich auf der Lauer.

Das Buch ist sehr klar geschrieben, so das man es in einem durchlesen kann, ohne ins stocken zu kommen. Nur hat man das Gefühl, die Autorin hat da eine Geschichte mit Hilfe eines fertigen Baukastensystem gearbeitet, aber nicht mit Gefühl und Herz, da fehlt irgendwie eine besondere Würze, was persönliches vom Stil des Schreibens, Liebe zu besonderen Details ist leider nicht zu finden. Ich hatte das Gefühl, Renee Knight hat versucht Spannung zu konstruieren, hat aber nur geschafft, das ich von ihrer Art und Weise, wie sie es versuchte, genervt war. Spannung ist für mich nicht, wenn etwas in der Vergangenheit passierte und dies verheimlicht wird vor anderen Protagonisten und dem Leser, das früh erwähnt wird im Buch, und erst spät im Buch dann erklärt wird. Auch dadurch wurde mir das Buch zu langatmig, erst ab ca Seite 100 kam etwas mehr Leben in die Geschichte. Spannung sollte generell auch in der Gegenwart einer Geschichte aufkommen, die fand ich hier leider so nicht.Die Gedankengänge und Handlungen der Protagonisten sind in dem Zusammenhang zu naiv, stolz und stur dargestellt, zuviel Salz in der Suppe. Die Geschichte wirkt eher tragisch und dramatisch.

Man kann dieses Buch mögen, wenn man seichte Geschichten mag. Ich denke das ich eine sehr hohe Erwartungshaltung hatte. Leider wurden die Erwartungen die ich persönlich an das Buch hatte, nicht erfüllt.

Euer Weltenwandler Peter

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